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Blicke in den Himmel

7. Juli /20:00 - 21:30

In der St. Johanniskirche stellt Ulrich Woelk „Die Einsamkeit des Astronomen“ und „Der Sommer meiner Mutter“ vor – zwei Romane, in denen sich kosmische Weite und menschliche Erfahrung wechselseitig erhellen. Währenddessen weicht das Licht, das durch die große Glasfront der 2013 renovierten Kirche fällt, allmählich den ersten Sternen.

In „Der Sommer meiner Mutter“ parallelisiert Woelk persönliche und politische Aufbrüche. Während auf den Straßen gegen den Vietnamkrieg protestiert wird, fiebert der elfjährige Tobias am Stadtrand von Köln der ersten Mondlandung entgegen. Zugleich trübt sich die harmonische Ehe seiner Eltern ein. Als im Nachbarhaus ein linkes, engagiertes Ehepaar einzieht, freunden sich mit den neuen Nachbarn an, und deren dreizehnjährige Tochter, Rosa, eigenwillig und klug, bringt Tobias nicht nur Popmusik und Literatur bei, sondern auch Berührungen und Gefühle, die fast so spannend sind wie die Raumfahrt.

Nichts im Leben ist von Dauer, wird dem Astrophysiker Frank Zweig nach dem Tod seines Vaters klar. Kindheit und Jugend vergehen, die Liebe ist flüchtig und endet in Einsamkeit. Der Protagonist versucht, dem mit wissenschaftlichen Denken beizukommen. Doch kann das menschliches Handeln verändern? In seinem Wissenschaftsroman „Die Einsamkeit des Astronomen“ – oder ist es eine Persiflage darauf? – zeigt Ulrich Woelk psychoanalytisch genau, dass sich mit dem Beobachten das Beobachtete verändert.

 

Foto: © Bettina Keller

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  • LIT:potsdam
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  • E-Mail organisation@litpotsdam.de

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